Eine Mental-aktiv-Trainerin zeigt wie’s geht - Mehr aus jedem Tag herausholen

Jeden Tag können wir unsere geistige Fitness fördern. Lassen Sie sich von einer Gehirntrainerin motivieren, gezielt Übungen in ihren Alltag zu integrieren und ihren Lebensstil mental aktiv zu gestalten.


Ein modernes Mental-aktiv-Programm geht heute über einzelne Rätselaufgaben und Gehirnjogging hinaus. Bei der geistigen Fitness geht es darum, einen gehirngerechten Lebensstil zu entwickeln. „Statt Leistungs- ist ganzheitliches Denken gefragt“, berichtet Mentaltrainerin Elisabeth Ziegler. „Dazu gehören genügend Entspannung, regelmäßige Bewegung, ausgewogene Ernährung und genügend Trinken. Ebenso wichtig ist es, soziale Kontakte zu pflegen, neugierig zu bleiben und ergebnis- anstatt problemorientiert zu kommunizieren. Auch Freude und Lachen sollten nicht zu kurz kommen, denn Emotionen sind wichtig beim Lernen. Stress hingegen wirkt sich extrem schädlich auf die Gehirnleistung aus.“


Sich klar werden und den Tag entlasten
Über den Tag und die Woche verteilt gibt es viele Gelegenheiten die geistige Fitness zu trainieren. Elisabeth Ziegler rät, zuallererst eine persönliche Bestandaufnahme zu machen:
•    Was erwartet mich?
•    Was tut mir gut?
•    Welche Fähigkeiten habe ich, um den Alltag gut zu meistern?
•    Welche will ich dazu lernen?
•    Wo erhalte ich diese Fähigkeiten?
Damit jeder neue Tag in Ruhe angehen kann, empfiehlt die Gehirntrainerin, ihn am Vorabend  oder bei Bedarf auch mehrere Tage vorher zu strukturieren und dabei genügend Ruhepausen und Raum für die geistige Aktivierung vorzusehen.


Gehirnaktiv den Tag beginnen
„Schon vor dem Aufstehen denke ich an drei Dinge, die mir Freude bereiten und starte so gut gelaunt in den Tag“, berichtet Elisabeth Ziegler. „Bevor mein Arbeitstag dann so richtig losgeht, mache ich fünf Minuten lang Übungen, die den Arbeitsspeicher trainieren. Ich stelle mir zum Beispiel das Wort HAMSTER im Kopf vor und buchstabiere es dann rückwärts. Danach frage ich mich, wie heißt der vierte Buchstabe? Wie viele Selbstlaute enthält das Wort? Weiter stelle ich mir vor dem inneren Auge vor, dass es auf dem Kopf steht. Dann erst beginne ich mit meiner Arbeit.“


Entspannen zwischendurch
„Für das Gehirn ist der Wechsel von An- und Entspannung ganz wichtig“, berichtet Elisabeth Ziegler, wie ihr Tag weitergeht. Zur Entspannung am Mittag wendet sie das Mentale Relaxationstraining (MRT) an. Hier wird der Arbeitsspeicher für fünf Minuten heruntergefahren, indem innerlich stetig zwei Silben wiederholt werden, zum Beispiel schi-am oder ka-na (mehr unter www.mental-aktiv.de/mrt). „Gerne betrachte ich auch einige Minuten bewusst die Natur. Essenszeiten sind Genusszeiten und das heißt bewusst genießen.“ Bevor Elisabeth Ziegler dann nach dem Mittagessen durchstartet, aktiviert sie ihr Gehirn wie am Morgen mit einigen Übungen: „Fünf Minuten reichen, dass man wieder wach und unternehmungslustig ist und die Arbeit gut von der Hand geht.“


Während des Tages bewegen
Übungen zur Aktivierung des Gehirns können zu jeder Zeit am Tage eingeschoben werden, sei es beim Warten auf den Bus oder an einer roten Ampel. „Für die Gehirnfitness sind Bewegung und genügend Flüssigkeit – 1,5 Liter am Tag – enorm wichtig“, berichtet die Gehirntrainerin. „Der Alltag bietet dafür viele Gelegenheiten, sei es viel zu Fuß zu erledigen oder beim Telefonieren hin und her zu gehen. Dinge mal anders zu machen, etwa die Zähne, wenn ich Rechtshänder bin mit der linken Hand zu putzen. Von unseren Kindern und Enkeln können wir hier viel lernen.“ Elisabeth Ziegler empfiehlt Ballspiele und jonglieren zu lernen. Auch typische Arbeitsspeicher-Übungen mit viel Bewegung zu machen. Auf www.mental-aktiv.de gibt es viele Anregungen und Übungen.


Viel gemeinsam unternehmen
„Wichtig ist die Regelmäßigkeit. Für sportliche Aktivitäten halte ich mir einen Termin unter der Woche und den Sonntag frei“, so die Gehirntrainerin. Da geht sie mit Freunden oder mit der Familie zum Radfahren, Schwimmen oder Skilaufen. „Zusammen macht es mehr Spaß. Auch Reisen, Theater und Besichtigungen tun gut. Man lernt Neues kennen, tauscht sich miteinander aus und bringt sein Gehirn auf Trab.“


Abends runterfahren
Bevor Elisabeth Ziegler den Tag ausklingen lässt, genießt sie eine Fernsehsendung, unterhält sich oder liest. Kurz vor dem Einschlafen im Bett entspannt sie sich schließlich mit weiteren MRT-Übungen. Danach ist ihr ein erholsamer Schlaf gewiss.

 

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