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A Standard Schriftgröße A + Schriftgröße vergrößern A + Schriftgröße weiter vergrößernWarum Training die Leistungsfähigkeit steigert
Studien haben gezeigt: Ein trainiertes Gehirn kann mit 60 oder 70 dem untrainierten Gehirn eines 30-Jährigen haushoch überlegen sein. Diese Eigenschaft des Gehirns stellt sich aber nicht "von alleine" ein – das Gehirn braucht Reize von außen, muss ständig gefordert werden.
"Info-Rausch" in der Jugend
Im Kopf zählt mehr Klasse als Masse. Entscheidend ist die Fähigkeit, neue Verbindungen zu knüpfen und die Energieproduktion in den Gehirnzellen auf möglichst hohem Niveau zu halten. Nachlassende Leistungsfähigkeit ist also kein unabwendbares Schicksal – es hat eher etwas mit der jeweiligen Lebensphase zu tun. Ein junger Mensch erlebt vieles zum ersten Mal, lernt ständig Neues und kennt wenig Routine. In dieser Lebensphase sind alle Reize stark – ein einziger „Info-Rausch“ fürs Gehirn, eine Art Dauer-Gehirntraining.
Zu viel Routine macht das Gehirn träge
Ab ca. 50 ändert sich das – das Leben wird zunehmend eine „Wiederholung von Erfahrungen“. Positiv gesehen: man entwickelt automatisch in vielen Dingen Routine, sieht vieles gelassener und souveräner. Für unser Hochleistungs-Gehirn beginnt damit aber eine „Phase der Langeweile“. Weniger Überraschungen, weniger Spannung, weniger Emotion – Anzahl und Intensität der Reize nehmen ab – die mentale Leistungsfähigkeit sinkt.
Weniger gefordert reagiert unser Gehirn allerdings auch mit weniger Leistungsfähigkeit: Konzentration, Arbeitsspeicher und Gedächtnisleistung nehmen ab. Hinzu kommt, dass den Gehirnzellen ca. ab 50 Jahren weniger „Saft“ zur Verfügung steht – ihre Energie-Versorgung lässt nach. Darauf reagiert unser Gehirn mit seiner ganz eigenen Logik: es drosselt die Leistung. Arbeitet einfach langsamer, weil es mit weniger Energie haushalten muss.
Fit durch neue Herausforderungen
Was das Gehirn jetzt dringend braucht, ist „geistige Eigeninitiative“: Fordern Sie Ihre grauen Zellen, sorgen Sie für Anregung, für neue Herausforderungen! Schon durch gezieltes Training von wenigen Minuten pro Tag lässt sich der schleichende Funktionsverlust aufhalten und die Gehirnleistung wieder spürbar steigern. So halten Sie Ihr Neuronennetzwerk im Kopf aktiv und arbeiten einer Reduzierung des Leistungspotenzials konsequent entgegen. Betrachten Sie Ihr Gehirn doch einfach wie einen Muskel, der trainiert werden muss, um in Form zu bleiben. Fazit: Regelmäßiges Gehirntraining ist die beste „mentale Gesundheits-Versicherung“, die es gibt – und zugleich ein wirkungsvoller Schutz vor neurodegenerativen Prozessen im hohen Alter.
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